Masern sind eine akute, sehr ansteckende Viruserkrankung. Sie verbreitet sich hauptsächlich über Tröpfcheninfektion und über die Luft (beim Husten, Niesen, Sprechen), und das Virus kann bis zu 2 Stunden nach Verlassen des Raumes durch eine kranke Person in der Luft infektiös bleiben. Der Mensch ist das einzige Reservoir des Masernvirus.
Die Inkubationszeit beträgt meist ca. 7–14 Tage bis zu den ersten Symptomen, und der Ausschlag erscheint einige Tage später. Am meisten gefährdet sind nicht immune Personen (ungeimpft oder unvollständig geimpft). Bei engem Kontakt mit einem Erkrankten können bis zu 9 von 10 Personen ohne Immunität erkranken. Schwerere Verläufe und Komplikationen betreffen u. a. häufiger Kinder <5 Jahre, Schwangere sowie Personen mit Immunschwäche.
Masern beginnen meist mit infektähnlichen Symptomen:
Anschließend können Koplik-Flecken (kleine weiße Flecken im Mundraum) auftreten, und nach weiteren Tagen der charakteristische makulopapulöse Ausschlag, der meist im Gesicht/hinter den Ohren beginnt und am Körper „absteigt“.
Mögliche Komplikationen umfassen u. a. Lungenentzündung sowie Gehirnentzündung (seltener, aber ernst). Nach Überstehen der Masern bleibt meist eine dauerhafte Immunität zurück.
Dringende ärztliche Konsultation ist besonders wichtig, wenn auftreten: sehr hohes Fieber, Atemnot, starke Schwäche/Schläfrigkeit, Krämpfe, Anzeichen von Dehydrierung (z. B. wenig Urin), Bewusstseinsstörungen oder schnelle Verschlechterung des Zustands – besonders bei kleinen Kindern, Schwangeren und Personen mit geschwächter Immunität.
Masern kommen weltweit vor, und das größte Risiko besteht an Orten, wo die Durchimpfungsrate niedrig ist und es leicht zu Ausbrüchen kommt. Die WHO weist darauf hin, dass die Krankheit weiterhin besonders häufig u. a. in Teilen Afrikas, des Nahen Ostens und Asiens ist.
Für Reisende ist entscheidend, dass eine Ansteckung überall möglich ist, wenn wir auf eine erkrankte Person treffen (z. B. im Transport, am Flughafen, im Hotel, an überfüllten Orten).
Da Masern extrem ansteckend sind und sich über die Luft verbreiten:
Dies ist die wirksamste Methode der Prophylaxe.
Nach Kontakt mit Masern: in manchen Situationen kann die Gabe von MMR bis zu 72 Stunden nach Exposition das Risiko senken oder den Verlauf mildern; alternativ wird Immunglobulin bis zu 6 Tagen verwendet (Entscheidung des Arztes).
Masern sind eine sehr ansteckende Viruserkrankung, die zu ernsten Komplikationen führen kann, besonders bei Kindern <5 Jahre, Schwangeren und Personen mit geschwächter Immunität. Den besten Schutz bietet die MMR-Impfung im 2-Dosen-Schema – es lohnt sich, die Dokumentation zu prüfen und fehlende Dosen vor einer Reise oder vor der Saison erhöhten Risikos zu ergänzen. Wenn Sie eine Reise planen, melden Sie sich optimalerweise einige Wochen früher, um die benötigten Dosen rechtzeitig zu erhalten (und im Falle einer Exposition zählt der schnelle Kontakt zum Arzt).