Japanische Enzephalitis (JZM, engl. Japanese encephalitis – JE) ist eine Infektionskrankheit, die durch das Japanische-Enzephalitis-Virus aus der Familie Flaviviridae verursacht wird. Das Virus zirkuliert hauptsächlich in der Umwelt zwischen Mücken und Tieren (besonders Watvögeln und Schweinen), und der Mensch infiziert sich nach dem Stich einer infizierten Mücke (meist Mücken der Gattung Culex).
Bei der Mehrheit der Infizierten verläuft die Infektion asymptomatisch. Wenn Symptome auftreten, können sie anfangs einer „Grippe“ ähneln:
Bei einem kleinen Teil der Kranken kommt es zum Befall des Zentralnervensystems und es entwickelt sich eine Gehirnentzündung mit Symptomen wie:
Mögliche Komplikationen: dauerhafte neurologische und psychische Folgen (z. B. Bewegungsstörungen, Muskelschwäche, kognitive/verhaltensbezogene Probleme). Bei schwerem Krankheitsverlauf kann die Sterblichkeit ca. 20–30 % erreichen, und bei einem beträchtlichen Teil der Überlebenden bleiben Komplikationen zurück.
Dringende ärztliche Konsultation ist notwendig, wenn nach einem Aufenthalt in einem Risikoland auftreten: hohes Fieber + starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Bewusstseinsstörungen, Krämpfe, neurologische Symptome (z. B. Lähmung).
Das Risiko betrifft hauptsächlich Asien sowie ausgewählte Gebiete des westlichen Pazifiks.
Für Reisende ist am wichtigsten, dass das Risiko steigt, wenn:
Da die Infektion von Mücken übertragen wird, ist der Schutz vor Stichen entscheidend:
Die wichtigste Methode der spezifischen Prophylaxe ist die Impfung. In Europa ist der Impfstoff IXIARO verfügbar – inaktiviert (totes Virus, löst keine Krankheit aus).
Für wen empfohlen (meistens):
Impfschema (IXIARO):
Auffrischimpfungen:
Dauerhaftigkeit der Immunität: hängt vom Schema und weiteren Dosen ab; bei anhaltendem Risiko sind Auffrischimpfungen gemäß Empfehlungen entscheidend.
Japanische Enzephalitis ist bei Touristen selten, aber eine potenziell sehr schwere neurologische Krankheit, die von Mücken übertragen wird. Da es keine ursächliche Behandlung gibt, ist die Vorbeugung am wichtigsten: Schutz vor Stichen sowie – bei Personen mit realem Risiko – die Impfung. Besonders lohnt es sich, die Impfung bei längeren Reisen nach Asien, außerhalb von Städten und mit Outdoor-Aktivitäten in Betracht zu ziehen. Am besten beginnen Sie mindestens 4–5 Wochen vor der Reise (oder früher, wenn Sie mehr Impfungen planen), damit Sie es schaffen, 2 Dosen zu erhalten und mindestens 7 Tage von der letzten Dosis bis zur Reise einzuhalten.